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Teilhabende Arbeitsplätze

Im Januar 2020 wurde in der Stiftung Lebensart das Angebot der teilhabenden Arbeitsplätze eingeführt. Arbeit unterstützt Menschen darin, ihre eigene Identität zu entwickeln, Beziehungen zu gestalten, Akzeptanz zu erleben und an der Gesellschaft teilzuhaben. Die teilhabenden Arbeitsplätze orientieren sich dabei in erster Linie an den Bedürfnissen der Menschen. Diese Arbeitsplätze tragen massgeblich dazu bei, dass Menschen mit einer Beeinträchtigung einer sinnvollen Arbeit nachgehen können, ohne unter Leistungs- und Zeitdruck zu stehen.

Was sind teilhabende Arbeitsplätze?

Teilhabende Arbeitplätze sind eine Art der angepassten Arbeitsplätze. Angepasste Arbeitsplätze beinhalten grundsätzlich alle Arbeitsplätze, die nicht dem ersten Arbeitsmarkt angehören. Teilhabende Arbeitsplätze gehen noch einen Schritt weiter: Sie fokussieren nicht primär auf die Herstellung eines Produktes, sondern orientieren sich an den Bedürfnissen der arbeitenden Menschen. In teilhabenden Arbeitsplätzen ist es möglich, ohne Zeit- und Leistungsdruck zu arbeiten.

Die Anforderungen an die teilhabenden Arbeitsplätze sind hoch: Sie orientieren sich stark an den Bedürfnissen von Menschen mit Beeinträchtigungen, haben aber gleichzeitig den Anspruch, dass die ausgeführte Arbeit sinnvoll ist. Teilhabende Arbeitsplätze sind keine Freizeitaktivität, sondern Arbeitsplätze. Sie dienen - wie andere Arbeitsplätze auch - einem Zweck, mit dem sich die Menschen, welche die Arbeit ausführen, identifizieren können.

In folgenden Bereichen ist die teilhabende Arbeit bei uns möglich

Logistik und Dienstleistungen intern

  • Verteilung der internen Post in die Häuser
  • Ausliefern von Büromaterialbestellungen
  • Entsorgen von Karton, Kehricht und Konserven
  • Ausräumen von Lager
  • Abholen von Backbestellungen
  • Sammeln von Schwemmholz

„Hoschtet“: Obstgarten

  • Wiese mähen
  • Äpfel ernten
  • Garten bewirtschaften
  • Holz verarbeiten

Wäscherei Weidenhaus

  • Wäsche sammeln, ordnen und in die Waschmaschine füllen
  • Wäsche aufhängen, falten, sortieren und ausliefern
  • Die Arbeitszeiten sind für jede Bewohnerin und jeden Bewohner individuell gestaltbar und zeitlich flexibel

DachWerk

  • Fertigen von Dekorationen für Anlässe
  • Durchführen von Sortieraufträgen
  • Vorbereiten des Zvieri
  • Herstellen von Backprodukten für die Wohngruppen
  • Verarbeiten von Gartenprodukten
  • Verpacken von Rechnungen

Eine erste Bilanz

Das Angebot der teilhabenden Arbeitsplätze wurde im Januar 2020 lanciert. Das Angebot befindet sich noch im Aufbau und wird stetig weiterentwickelt. Wir blicken gerne auf die letzten Monate zurück und ziehen ein positives Fazit der Startphase.

Konkret sind folgende Punkte zu nennen:

  • In den Modulen wird häuserübergreifend gearbeitet. Die Bewohnenden und Betreuungspersonen kommen in einer anderen Zusammensetzung als üblich zusammen, was zu mehr Abwechslung auf beiden Seiten führt.
  • Es entstehen neue Aufgaben für Bewohnende wie auch für Mitarbeitende. Neue Aufgaben bedeuten immer auch neue Herausforderungen, aber auch die Möglichkeit, sich zu entfalten und neu zu orientieren.
  • Auf dem Areal kommt es vermehrt zu Begegnungen zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen. Die Bewohnenden sind weniger auf ihre Wohngruppen fokussiert. Das führt zu einer begrüssenswerten Durchmischung, und zwar zwischen Menschen mit Beeinträchtigungen wie auch zwischen Menschen mit und ohne Beeinträchtigungen.
  • Eine Herausforderung besteht in dem Anspruch, dass – wie bei anderen Arbeitsplätzen – darauf geachtet wird, dass die Mitarbeitenden und die Bewohnenden weder über- noch unterfordert werden. Die Schaffung von weiteren teilhabenden Arbeitsplätzen unterliegt diesem Anliegen.
  • Aufgrund der coronabedingten Situation und dementsprechenden Vorgaben ist es momentan leider nicht möglich, die gewünschte häuserübergreifende Zusammenarbeit zu verwirklichen. Dies ist für alle Beteiligten, vor allem aber für die Bewohnenden schade. Wir freuen uns, in den Normalbetrieb übergehen zu können, sobald sich die Situation beruhigt hat. 

Zusammengefasst freuen wir uns über eine neue Dynamik, die Bewegung in bisherige Strukturen bringt und eine begrüssenswerte Durchmischung von Menschen mit und ohne Beeinträchtigung fördert.

Ausblick

Im Januar startete das Angebot der teilhabenden Arbeitsplätze mit 25 Bewohnerinnen und Bewohnern. Ziel ist, bis im Sommer 65-80 Arbeitsplätze zu schaffen. Das Angebot der teilhabenden Arbeitsplätze befindet sich noch im Aufbau und ist aufgrund der vielen möglichen Einsatzbereiche dynamisch veränderbar. Es bestehen viele Ideen, welche Arbeiten innerhalb von teilhabenden Arbeitsplätzen ausgeführt werden können. Die Produkte und Dienstleistungen, die in den teilhabenden Arbeitsplätzen hergestellt und erbracht werden, werden vorerst für interne Zwecke genutzt. Grundsätzlich ist es denkbar, dass im Rahmen der teilhabenden Arbeitsplätze externe Aufträge angenommen werden können. Als längerfristiges Ziel lässt sich auch die Schaffung einer Lernwerkstätte nennen. Wir freuen uns, das Angebot der teilhabenden Arbeitsplätze weiterzuführen und weiterzuentwickeln.

  • VOR DER CHOCHGRUPPE MACHEMER Ä LÄTSCH U NÄR GÖMER MITEMNE LÄCHLE USE. Kochgruppe Fichtenhaus DG
  • Mängisch si das chlini Sache, wo mi glücklich mache. Das schetze ig am Truebschache. Liliane Schenk, Lernende LebensART Trubschachen
  • ICH BIN WELTMEISTER IM TUTTI FRUTTI HERSTELLEN UND MACHE DIES GERNE - WENN DAS MIT DEM SCHNOUSE NICHT WÄRE. Mirco Kammermann, Bewohner LebensART Bärau
  • Das Erlenhaus besteht aus einem multikulturellen Team. Wir sind 11 Nationen. Dies ist einerseits sehr bereichernd, andererseits auch sehr anspruchsvoll und eine tägliche Herausforderung. Die Arbeit mit den Bewohnern (KBS-Platzierung) ist für mich sehr abwechslungsreich, bereichernd und erfüllt mich immer wieder mit Freude. Dorothea Sommer-Riesen, Mitarbeiterin Erlenhaus
  • IN DER LEBENSART TRUBSCHACHEN KANN ICH VIELES FÜR DIE ZUKUNFT - DIE AUF MICH WARTET - LERNEN. ICH SCHÄTZE ES, DASS ICH AKZEPTIERT WERDE WIE ICH BIN. ES SPIELT KEINE ROLLE OB ICH LUZERNER ODER BERNER BIN, WAS ICH FÜR EINEN HAUTFARBE ODER EINSCHRÄNKUNG HABE. Marco Salvisberg, Gastronomie LebensART Trubschachen
  • In der Stiftung LebensART kann ich auf Agilität bauen. Das bedeutet ein bewusster Umgang mit Komplexität und Nichtvorhersehbarkeit - durch flexible Strukturierung der Arbeit und mehr Verantwortung und Entscheidungskompetenz des Einzelnen als Teil des Ganzen. Michele Casserini, Leiter IT
  • MEINE GEFÜHLE SIND IMMER ANDERS. DESHALB BIN AUCH ICH IMMER ANDERS. Bewohner mit Autismus
  • Ich bin seit 2017 Stv. im Arvenhaus. Ich arbeite gerne hier, weil es eine Herausforderung ist und wir etwas aufbauen können. Liechti Marianne, Mitarbeiterin LebensART Bärau
  • IM KOMMUNIKATIONSATELIER MUSS ICH IMMER DENKEN. MANCHMAL FINDE ICH DAS DOOF. Bewohner mit Autismus
  • Da ich aus dem Behindertenbereich komme, freue ich mich sehr, dass ich in der Aktivierungstherapie der LebensART Bärau lernen und arbeiten darf. Mir gefällt hier die breite Dichte des Klientels und die dadurch entstehende Vielseitigkeit und unterschiedlichen Herausforderungen im Alltag. Nicole Mathys, Lernende Aktivierung
  • IN DER NACHT SCHLÄFT BÄRAU UND AM TAG GIBT ES VIEL ZU TUN. ABEND ENTSPANNE ICH MICH GERN IM GARTEN. Bewohner mit Autismus
  • MAN KANN MICH SEHR GUT GEBRAUCHEN BEI DER PRODUKTION VON A-Z. VOM ABWÄGEN BIS ZUM VERKAUF DER GENUSSART GLACE. DIES BRAUCHT MEINEN KOPF UND DIES MACHT MICH GLÜCKLICH. Sepp Zihlmann, Gastronomie LebensART Trubschachen
  • MACHE GERN ESELEIEN. FREUE MICH WENN DIE BETREUER MITMACHEN. Bewohner mit Autismus
  • GERN BIN ICH IM BÄRAU. DIE UMGEBUNG IST GRÜN UND NATURISCH. Bewohner mit Autismus
  • ICH BRAUCHE LEBEN UM MICH. SONST STEHT ALLES STILL. Bewohner mit Autismus
  • Manche Bewohner leben in ihrem eigenen Universum. Manche Betreuer auch. Und ich?? Vardhana Wilmsmeier, Mitarbeiter LebensART Bärau
  • Das was ich mache bereitet mir jeden Tag Freude, auch wenn man schon etwas länger in der LebensART arbeitet und ich habe das Glück mit einem tollen Gastronomie Team zu arbeiten.Wir sind allseitig gut vernetzt in der LebensART und freuen uns auf jedes Feedback. Bruno Renggli, Leiter Gastronomie
  • BIN NICHT IMMER MOTIVIERT BEI DER ARBEIT. ABER DIE ARBEIT IST IMMER DA. Bewohner mit Autismus