DIE MARKTHALLE IST DAS FENSTER VON LEBENSART
Überall brennen und leuchten Kerzen. Auch im Jahr 2024 zaubern die Gärtner: innen stimmige Weihnachtslandschaften in die Gewächshäuser. Gestecke, verschiedene Kleinode und überraschende Geschenke stehen bereit. Die Grenzen zwischen Ausstellung und Weihnachtsgeschäft verwischen sich unter dem Lichterglanz.
Die bekannte Ausstellung brachte 2024 auch Neues. Die Zusammenarbeit mit der Markthalle gleich auf der anderen Seite der kleinen Brücke wurde verstärkt. Zu jedem Einkauf in der Adventsausstellung der Gärtnerei gab es einen Gutschein für ein Überraschungsgeschenk in der Markthalle. Vier Holzhäuschen boten warme Getränke, Käseschnitten und Büchsenwerfen an und lockerten die Weihnachtsstimmung auf.
Mittendrin steht David Beyeler. Der Leiter Arbeitsangebote der Stiftung Lebensart schaut sich strahlend um und geniesst die Stimmung. Er steht 70 Facharbeitenden in den Werkbetrieben und in der Markthalle vor. 180 angepasste Arbeitsplätze gilt es zusammenwirken zu lassen, damit am Schluss ein vibrierender Markt in der Markthalle entsteht. David Beyeler lernte einst Heizungszeichner, unterstützte seinen Vater bei der Gründung einer Heilsarmeebrocki im Seeland und absolvierte ein Nachdiplomstudium in Betriebswirtschaftsmanagement. Er hat Erfahrung und weiss, dass soziales Wirken und Betriebswirtschaft zusammenfinden müssen.
«Wollen wir uns weiterentwickeln, müssen wir auf stabilem Grund stehen», sagt David Beyeler. Die Markthalle hatte einen schwierigen Start in der Corona-Zeit und konnte sich nicht so schnell zum Treffpunkt für alle Menschen in und um die Bärau entwickeln. Doch auf das erste komplette Jahr bei der Stiftung Lebensart blickt Beyeler mit Freude zurück. «Wir haben rund 160’000 Kund:innen in der Markthalle, die im kleinen Laden Frischwaren und das Nötigste für den Alltag kaufen können und gleich nebenan die Kunsthandwerksprodukte aus den Werkbetrieben finden», sagt David Beyeler. «Wir haben die Vision, dass die Gäste die Markthalle in allen ihren Facetten sehen, spüren, riechen und die hervorragenden Lebensmittel gar schmecken können», sagt Beyeler.

Jürg Hofer, Leiter Gärtnerei, und David Beyeler in der stimmungsvollen Adventsausstellung.
Die Markthalle soll dereinst kostendeckend wirtschaften. Mit dem Credo «Rechnen und Führen» hat David Beyeler die Markthalle 2024 auf stabileren Boden geführt. Damit alle Mitarbeitenden sich auf Fakten stützen können, wurden erste wichtige Informationen aus dem Kassensystem besser greifbar. Moderne Sensortechnik sorgt jederzeit dafür, dass die Zahl der Gäste in der Markthalle bekannt ist. Bald soll ein Cockpit das Wichtigste noch schneller und einfacher darstellen. Dazu kommen ein Produktemanager und eine Marketingfachfrau, welche die Zusammenarbeit der unterschiedlichen Bereiche weiter fördern sollen. «Wenn wir in den Werkbetrieben die Wünsche der Kundschaft kennen, können wir entsprechend reagieren und das Angebot anpassen », sagt Beyeler. So konnte der Laden im Herbst besser auf die Kaufgewohnheiten der Kundschaft ausgerichtet werden. Die wirkungsvollsten Plätze sind neu für spezielle Angebote reserviert und nicht mehr von der Kaffeemaschine für die Mitarbeitenden besetzt. Zur Weihnachtszeit lancierte das Team die Idee von Geschenkkörben, die mit Produkten aus den Werkbetrieben bestückt werden konnten.
Vor lauter Zahlen und Projekten sollen die Gesichter und Geschichten nicht verloren gehen. Neu ist Luhu, der Uhu von Lebensart, auf verschiedenen Schildern präsent und weist auf spezielle Angebote und besondere Leckereien hin. Der Holzuhu, der als Vorlage diente, entstand vor vielen Jahren in einem Atelier von Lebensart. Die Adventsausstellung war der erste grosse Prüfstein für eine intensivere Zusammenarbeit. Der Aufwand hat sich ausbezahlt. Bereits am Eröffnungsabend waren alle Tische im Bistro voll besetzt.
Die Adventsausstellung 2024 startete mit einem stimmungsvollen Eröffnungswochenende vom 22. bis 24. November und dauerte bis zum 24. Dezember.
