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GEMEINSAME «LANDKARTE» FÜR EINE SICHERE ZUKUNFT

Der Fachbereich Menschen im Alter der Stiftung Lebensart bearbeitet standortübergreifende Kernthemen und vertritt pflegerische Interessen nach innen und aussen. Barbara Camen, Gabriela Siegenthaler und Eveline Rellstab geben Einblick in einen Teil ihrer täglichen Arbeit.

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Der Fachbereich Menschen im Alter (MiA) koordiniert die Entwicklung der Pflege in der Stiftung Lebensart, um gemeinsam in eine Richtung zu steuern. Ziel ist es, uns aktiv auf zukünftige Herausforderungen vorzubereiten. Dazu gehören der digitale Wandel, die zunehmende Alterung der Bevölkerung mit einem komplexeren Pflegebedarf bei Eintritt in ein Pflegeheim sowie die Berücksichtigung aktueller Megatrends in der Pflege. Wir wollen diesen Entwicklungen vorausschauend begegnen und unsere Dienstleistungen kontinuierlich weiterentwickeln. Zum Kernteam MiA gehören auch die Leiterin Berufsbildung sowie die Pflegedienstleitungen der Standorte Bärau, Konolfingen und Aarwangen. Gemeinsam wollen sie die Grundlagen für eine reibungslose Zusammenarbeit an jedem Standort und zwischen den drei Standorten vereinheitlichen.

Die «Landkarte» des Fachbereichs Menschen im Alter liegt ausgebreitet auf dem Tisch. Sie ist das Ergebnis eines intensiven Austauschs des Kernteams MiA im Sommer 2024. Dokumentiert wurden 53 Themen. Acht Schwerpunkte kristallisierten sich aus der breiten Betrachtung heraus, die aktiv in Überarbeitung sind. Es ist ein komplexes Umfeld für alle. Im Zentrum stehen die Bewohnenden und Mitarbeitenden, aber auch Fachthemen wie Wundheilung, Hygiene, Demenz, Palliative Care oder Ernährung sind im Alltag wichtig und prägen das Bild. Personalthemen, die Aus- und Weiterbildung, Qualitätssicherung und das Image nach aussen sind weitere Schwerpunkte. Die Liste ist nicht abschliessend.

«Dank der gemeinsamen Haltung und vielen spannenden und auch kontroversen Diskussionen sind wir dem Ziel viel näher gekommen.»

Gabriela Siegenthaler, Projektleiterin im Fachbereich MiA, bringt mit ihrer Erfahrung frischen Wind in die Weiterentwicklung.

Im Herbst wurde die Harmonisierung der ersten Konzepte in Angriff genommen. In den Bereichen Hygiene, Palliative Care und Demenz konnte mit der Überarbeitung der Inhalte begonnen werden. Diese sollen nicht nur aktualisiert, sondern auch weiterentwickelt und vereinheitlicht werden. Ein wichtiger Teil der Arbeit ist, dass alle Mitarbeitenden leichter den Überblick behalten und neue Mitarbeitende schneller die wichtigen Dokumente finden. Das Schulungskonzept ist dabei eine wichtige Hilfe. Schulungsvideos in der Lernschmiede und eine strukturierte Ablage mit allen Dokumenten sollen den schnellen Zugriff gewährleisten. Wenn die Mitarbeitenden über das nötige Wissen verfügen, steigert das die Pflege- und Betreuungsqualität – ein weiteres zentrales Ziel. Die Mitglieder des Kernteams MiA sehen erste Erfolge. «Wir konnten über alle Standorte hinweg eine stabile Grundlage schaffen, eine gemeinsame Haltung entwickeln und Unterschiede zusammenführen», sagt Eveline Rellstab. «Die standortübergreifende Zusammenarbeit bietet die Chance, Bewährtes weiterzuentwickeln oder alte Zöpfe abzuschneiden und neu zu denken», sagt Barbara Camen.

Trittsicher und mit einem klaren Ziel vor Augen navigieren Barbara Camen, Gabriela Siegenthaler und Eveline Rellstab im Gespräch gekonnt durch die «Landkarte MiA», die zur Strukturierung und Vereinfachung der komplexen Umgebung dient. Sie sind es gewohnt, aus der Vogelperspektive Themen zu analysieren, zu ordnen und gemeinsam anzugehen. Auf einer breiten Basis baut das Kernteam MiA mit fachverantwortlichen Mitarbeitenden verschiedene Fachgruppen auf, um ein stabiles Fundament für die zukünftige Entwicklung der Stiftung Lebensart zu schaffen.

DEN BLICK NACH INNEN RICHTEN

«Neu haben wir 2024 den Blick nach innen gerichtet – auf alle Bewohnenden, alle Mitarbeitenden und auf alle Standorte», erklärt Barbara Camen. Als Mitglied der Geschäftsleitung nimmt sie aufgrund ihrer Führungsfunktion eine zusätzliche Perspektive ein. Sie sorgt für einen reibungslosen Austausch und bezieht mit dem ganzen Kernteam auch alle Beteiligten ein. «Wir wollen Klarheit schaffen und die Mitarbeitenden im Alltag gezielt unterstützen », sagt Barbara Camen. Die Mitarbeitenden sollen befähigt werden, aktiv mitzugestalten und so einen Teil beizutragen.

Die Integration der Standorte und die Weiterentwicklung der Pflege der Stiftung Lebensart sind eine Mammutaufgabe, wenn man bedenkt, dass sich mit dem demografischen Wandel und den gesellschaftlichen Veränderungen auch ausserhalb der Wohngebäude grosse Veränderungen vollziehen. Die Menschen werden älter und pflegebedürftiger, bis sie in ein Pflegeheim kommen. Sie leben so lange wie möglich zu Hause. Irgendwann geht es nicht mehr, sie benötigen mehr Unterstützung, sei es tags oder nachts in betreuenden oder pflegerischen Aufgaben. Ein Sturz oder ein anderes Ereignis kann nach einem Spitalaufenthalt eine Anpassung der Betreuung erforderlich machen. Viele Menschen kommen, weil der Tagesablauf zu Hause nicht mehr alleine bewältigt werden kann.

«Wir koordinieren und bringen das vorhandene Wissen von allen Standorten zusammen.»

Barbara Camen, Leiterin Menschen im Alter, koordiniert die standortübergreifende Zusammenarbeit und fördert eine klare Orientierung für alle Mitarbeitenden.

DAS WISSEN DORT ABHOLEN, WO ES IST

Das Kernteam MiA nimmt die Herausforderungen an. «Wir koordinieren und bringen das vorhandene Wissen von allen Standorten zusammen», sagt Barbara Camen. So kann jeder Standort der Stiftung vom Wissen und von den Erfahrungen der anderen Standorte profitieren. «Wir wollen alle Beteiligten auf die Reise mitnehmen, das Wissen dort abholen, wo es ist, und es allen zugänglich machen», ergänzt Barbara Camen. Das Ziel sei klar: Orientierung geben, Hilfe anbieten und durch Unterstützung Stabilität und Ruhe ermöglichen. Projektleiterin Gabriela Siegenthaler ergänzt: «Dank der gemeinsamen Haltung und vielen spannenden und auch kontroversen Diskussionen sind wir dem Ziel viel näher gekommen.» Der frische Blick von aussen und die Erfahrung der Pflegefachfrau unterstützen die Arbeit. Gabriela Siegenthaler gehört seit August zum Team.

«Wir konnten über alle Standorte hinweg eine stabile Grundlage schaffen, eine gemeinsame Haltung entwickeln und Unterschiede zusammenführen.»

Eveline Rellstab, Leiterin Pflege und Betreuung Konolfingen, engagiert sich, damit sich die Mitarbeitenden bei der Weiterentwicklung der Dienstleistungen der Stiftung Lebensart entfalten können.

Eveline Rellstab freut sich sehr, dass aus der Projektarbeit bereits sichtbare Erfolge im Alltag spürbar sind. «Wir konnten für den Teilbereich Palliativkonzept eine Mitarbeiterin ins Team holen, die es sich fachlich zu Beginn nicht zugetraut hat», erklärt sie. Es sei wunderbar zu sehen, wie sie sich in die Thematik eingebe und voller Elan zum Projekterfolg an allen Standorten der Stiftung beitragen könne. «So fägts», sagt Eveline Rellstab.

Langfristig sollen alle Investitionen das Arbeitsumfeld verbessern. Dank der «Landkarte MiA» und der Zusammenarbeit aller Beteiligten sind die Kernteammitglieder zuversichtlich, gemeinsam einen erfolgreichen Weg in die Zukunft zu gehen. Das Fundament dafür ist gelegt.

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