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die region emmental bringt DIE menschen näher zusammen

Neue Strukturen verbinden die Standorte der Region Emmental enger miteinander. Mit einer gemeinsamen Personal- und Ressourcenplanung schaffen Christina Neumann und Thomas Mössinger im Bereich Menschen im Alter mehr Übersicht, Entlastung im Alltag und eine Kultur der standortübergreifenden Zusammenarbeit.

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Christina Neumann und Thomas Mössinger: Sie könnten kaum unterschiedlicher sein und doch sind sie vom ersten Satz an ein Team. Und bis zum letzten Satz illustrieren sie das Zusammenführen der Standorte Bärau, Trubschachen, Oberburg und Konolfingen zur Region Emmental. Sie argumentieren mit Lust und Überzeugung, warum ein an sich trockener Strukturveränderungsprozess für alle ein Gewinn sein wird.

Thomas Mössinger ist seit Anfang Oktober 2025 Leiter Region Emmental. 

Christina Neumann ist Leiterin Wohnen im Alter in der Region Emmental.

Die beiden sind erst seit 2025 für die Stiftung Lebensart tätig, haben aber in kurzer Zeit über Abteilungen und Standorte der Stiftung Lebensart hinaus die funktionale Region Emmental massgeblich geprägt. Die Gesundheitsmanagerin und langjährige Intensivpflegefachfrau in leitenden Funktionen spricht ruhig davon, wie man sich auf Augenhöhe begegnet und das Rad nicht neu erfinden muss. Nach nur wenigen Wochen in ihrer Funktion als Pflegedienstleiterin Region Emmental umschreibt Christina ihre Aufgaben mit bewundernswerter Klarheit: «Die Einarbeitung seit August war intensiv und ist auch sicher noch nicht abgeschlossen, dennoch haben wir auch schon viel erreicht. Wir planen die Arbeitseinsätze neu bereits drei Monate im Voraus und auch die hausübergreifende Zusammenarbeit wächst jeden Tag.» Der ehemalige Militärinstruktor und Projektleiter mit breiter Erfahrung im regionalen Gesundheitswesen bringt die Sache auf den Punkt: «Ich möchte die Stiftung Lebensart so mitgestalten, dass ich ihr meine eigenen Eltern anvertrauen würde.» Mit diesem Ziel vor Augen geht Thomas, Leiter Region Emmental, mit gutem Beispiel voran.

ZENTRALE RESSOURCENPLANUNG UND DAS HUDDLE-BOARD BRINGEN KLARHEIT

Für beide sind das Kernstück der neuen Region Emmental die zentrale Ressourcenplanung sowie das tägliche Planungstreffen, bei dem die Verantwortlichen aus allen Häusern und Abteilungen im Bereich Menschen im Alter zusammenkommen, um die Bettenbelegung zu besprechen und die Personaleinsätze zu koordinieren. Wo fallen Mitarbeitende kurzfristig aus? Wer könnte auf einer anderen Abteilung aushelfen? Wo fallen zusätzliche Aufgaben an? Was früher oft mit abteilungsinternen Tabellen gemacht wurde, kommt seit Oktober 2025 auf einem gemeinsamen Huddle-Board zusammen.

«DIE ZENTRALE RESSOURCENPLANUNG UNTERSTÜTZT MIT ZUSÄTZLICHEN MÖGLICHKEITEN ÜBERGEORDNET DIE BESETZUNG, WENN NÖTIG.»

Christina Neumann

Die Übersicht mit Auslastung und Pflegebedarf der Bewohnenden sowie die anwesenden Mitarbeitenden sind auf einen Blick dargestellt. Rot hinterlegt sind Abteilungen, die Unterstützung brauchen, grün jene, die Mitarbeitende entbehren können. «Die zentrale Ressourcenplanung unterstützt mit zusätzlichen Möglichkeiten übergeordnet die Besetzung, wenn nötig», erklärt Christina. «Wenn wir uns gegenseitig aushelfen können, kommen wir aus dem ‹Gärtlidenken› hinaus hin zu gemeinsamem Arbeiten in der Region», ergänzt Thomas. Klarere Zuständigkeiten und koordinierte Planung hätten ein stärkeres Miteinander über die Standorte hinweg bereits gesteigert. Damit können auch kostenintensive Temporäreinsätze gesenkt werden. Bereits sichtbar ist der Wandel im Berufsalltag: weniger Aufwand, mehr Übersicht.

ATTRAKTIVERE ARBEITSBEDINGUNGEN DURCH NEUE ARBEITSMODELLE

Ein weiterer Schritt ist der neu geschaffene Pflegepool im Bereich Menschen im Alter. «Mitarbeitende haben die Wahl zwischen zwei Arbeitsmodellen», sagt Christina. Sie können selbst bestimmen, wie gross ein fixes Pensum an einem Ort sein soll. Daneben oder darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Arbeitszeit im Pflegepool zu leisten, wo Ort und Schicht kurzfristig bestimmt werden.

«WENN WIR ZUERST AUF DEN POOL ZURÜCKGREIFEN KÖNNEN, WERDEN MITARBEITENDE IN IHRER FREIZEIT WENIGER GESTÖRT.»

Christina Neumann

Die Pool-Modelle «Flex» und «Superflex»: Mit dem «Flex-Modell» sichert man sich innerhalb des Pools ein fixes Pensum und wird vorausschauend auf verschiedenen Abteilungen geplant. Im «Superflex-Modell » variiert die Anzahl der Dienste nach Bedarf, der Einsatzort ist variabel, der Tarif dafür umso besser. «Wenn wir zuerst auf den Pool zurückgreifen können, werden Mitarbeitende in ihrer Freizeit weniger gestört, die wir sonst vielleicht angerufen hätten», so Christina. Das schafft Klarheit für alle und Erleichterung in der Freizeit.

Thomas Mössinger ist seit Anfang Oktober 2025 Leiter Region Emmental.

«UNERREICHBARKEIT SCHAFFT FREIHEIT, DIE GUTTUT.»

Thomas Mössinger

Mit einer App kann jede und jeder selbst bestimmen, ob sie oder er notfallmässig einen Einsatz leisten kann oder nicht erreichbar sein will. «Unerreichbarkeit schafft Freiheit, die guttut », sagt Thomas. Im anderen Extrem gibt es auch Mitarbeitende, die gar keinen fixen Beschäftigungsgrad mehr hinterlegt hätten, was zu ihrem Lebensstil passt. Die neuen Arbeitsmodelle sind ein tolles Angebot und erhöhen die Arbeitgeberattraktivität von Lebensart nach innen und nach aussen massgeblich und sollen vor allem der Fluktuation entgegenwirken.

Die Erfahrungen im Bereich Menschen im Alter werden künftig auch anderen Bereichen in der Region Emmental zur Verfügung stehen. Konkret zieht der Bereich Menschen mit Behinderungen per 1. Januar 2026 nach. Ein weiteres gutes Beispiel ist die Zusammenlegung von Gastronomie und Facility Services zur neuen Einheit Hotellerie, die am Standort Bärau umgesetzt wurde und sich direkt auf die gesamte Region Emmental auswirkt. Christina und Thomas leben vor, was gelingen kann, wenn Haltung gemeinsam entwickelt und Verantwortung gemeinsam getragen wird.

«Zäme di gsteckte Ziel erreiche» steht in der YB-Fankurve auf dem überdimensionalen Fanbanner, das auch das Jobprofil von Thomas im Internet überschreibt. Zusammen mit Christina versteht er es gut, die Mannschaft Lebensart auf ein Ziel hin zu motivieren und ihr Feuer in die Region Emmental hinauszutragen. Das ist unser Innovationsweg: Wir probieren Neues aus und verlassen gewohnte Pfade.

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